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Steyr  
 
Highlights und Bestseller
 


60 Jahre erfolgreiche Traktorgeschichte: Immer wieder ist es Steyr gelungen, durch bahnbrechende Innovationen neue Trends in der Entwicklung der Landtechnik zu setzen. Die hohe Produktqualität erlaubte den Steyr-Traktoren, zu allen Zeiten auch Spezialbeanspruchungen standzuhalten und den Landwirten durch neue Arbeitsverfahren Entlastung zu bieten.  

Autor Dipl.Ing. Peter Mayrhofer war langjähriger Steyr-Produktmanager.

Für die österreichische Landwirtschaft der Nachkriegszeit ging es vorrangig um den Ersatz der tierischen durch maschinelle Zugkraft. Für die Erstmechanisierung war die 1,3 Liter Serie mit ihren verschiedenen Modellen die beste Lösung. Die lange Produktionszeit von 25 Jahren und die hohe Stückzahl von 150.179 Traktoren, allen voran der „Einzylinder“ mit allein 94.141 Stück, beweisen das. Viele von ihnen tuckern heute noch munter über Felder und Wiesen.

Das Steyr Agrarsystem
Die (auch nachträglich mögliche) Ausrüstung mit dem hydraulischen Hubwerk erforderte eine Vereinheitlichung der Schnittstelle Traktor/Gerät. Steyr hat als führender österreichischer Gerätehersteller zu einer Abstimmung der Anbaumaße und damit zu einem Geräteprogramm beitragen können, das die überwiegenden landwirtschaftlichen Arbeiten abgedeckt hat. Diese Bestrebungen zur Normierung der Anbauschnittstellen führte schließlich auch in Deutschland 1952 zum Normvorschlag: Dreipunktaufhängung DIN 9674. Damit war für den Landwirt die Voraussetzung für die Tauschbarkeit der Anbaugeräte gegeben. Normen über die Zapfwelle und die Gelenkwelle als Verbindungsglied zum Gerät, sowie über Anhängevorrichtungen folgten. Sie sind bis heute in erweitertem Umfang Basis für die Konzeption von Traktoren und sind über die ISO weltweit abgestimmt.

Das Steyr Wendegetriebe
Ähnlich epochal war die Entwicklung des Steyr Wendegetriebes. Dieses erlaubte durch die höhere Ganganzahl ein optimales Anpassen an die verschiedenen Arbeiten und ein schnelles Wenden für oftmaligen Fahrtrichtungswechsel. Dies kam der damals gerade aufkommenden Anwendung von Ladegeräten entgegen. Die Umschaltbarkeit von Zapfwellendrehzahlen und die Möglichkeit von Weg- und Motorzapfwelle boten nahezu universelle Einsetzbarkeit. Diese Funktionen sind noch heute Basis des Getriebebaues in der unteren bis mittleren Leistungsklasse, ergänzt mit neuen Technologien.

Der Steyr 760
Er war universeller Bestseller unter den Steyr-Traktoren. Mit 33.407 Produktionseinheiten hat er sein Konzept für Mittelbetriebe der österreichischen Landwirtschaft bewiesen. Er war aber auch der Traktor für den Export in europäische Länder und in andere Erdteile in Form von Lieferungen oder in Projekten. Er war der Stückzahlträger in Tunesien, in Nigeria, in Griechenland und in der Türkei - um nur die wichtigsten Märkte zu nennen.

Der Multi Pass Effekt
Mit der konsequenten Umsetzung von Forschungsergebnissen der Terramechanik hat Steyr auch neue Wege zur Maximierung der Umsetzung von Motorleistung in Zugkraft am Feld aufgezeigt. Steyr entwickelte nach diesen Erkenntnissen den so genannten Multi Pass Effekt. Er liefert die Grundlagen dafür, durch die intelligente Abstimmung von Reifenbreite, Spurweite und Größe der Vorder- und Hinterreifen bei einem allradgetriebenen Traktor, die Zugkraftübertragung zu maximieren. Diese Kriterien haben die Steyr-Großtraktoren 8140 bis 8180 als erste erfüllt und sind so beispielgebend für alle weiteren Konzepte auch anderer Hersteller geworden.

Der Steyr Infomat
Erste Schritte hin zu Regeleinrichtungen bei Traktoren setzte die Baureihe 80. Lastschaltstufen prägten zunehmend die Entwicklung der Getriebetechnik. Sie ermöglichen einen Geschwindigkeitswechsel ohne Zugkraftunterbrechung. Steyr hat zur Optimierung des Betriebszustandes insbesondere bei der Grundbodenbearbeitung ein visuelles Anzeigegerät entwickelt, den Steyr Infomat. Abgestimmt auf das jeweils installierte Getriebe und den Motor gibt er dem Fahrer Hinweise über den Fahrzustand. Durch die Messung des Kraftstoffverbrauches bei der jeweiligen Motorauslastung und dem Erkennen der Ist-Fahrgeschwindigkeit bietet der Infomat dem Fahrer optische Hinweise über die Optimierung des Betriebszustandes und kann ihn nachfolgend durch Betätigung der Lastschaltgruppe auch automatisch korrigieren - der Anfang der automatischen Lasterkennung und Getriebesteuerung war gefunden.

Das Steyr Optistop Bremssystem
Elektrisch betätigte Hydrauliksteuergeräte kamen mit der automatischen Zuschaltung des Allradantriebes bei Betätigung der Bremsanlage neu zur Anwendung. Sie übertrug die Bremskraft der Hinterachsbremsanlage auf alle vier Räder, unabhängig von der Achslast. Das war eine Voraussetzung für die Anhebung der Fahrgeschwindigkeit über 30 km/h. Umfangreiche Messungen und Vorführungen bei Behörden machten schließlich den Weg frei zur kraftfahrrechtlichen Anerkennung des Steyr Optistop Bremssystems, eine Ausrüstung, die heute ebenfalls von allen Herstellern genutzt wird.

Der Steyr Multi-Trac
Der von Steyr entwickelte frontgerätetaugliche vordere Anbauraum erlaubte zunehmend die Verwendung angetriebener Frontgeräte. Sie erleichtern die Erntearbeiten im Grünland und erlauben im Ackerbau die Kombination von Arbeitsgängen durch die gleichzeitige Nutzung von Front- mit Heckgeräten. Voraussetzung für den integrierten Frontanbau ist die räumliche Auslegung für die Anbringung eines Fronthubwerkes und einer Frontzapfwelle. Die Baureihe 900/9000 und 9100 hat hier Maßstäbe gesetzt. Die ergänzende optimierte Sicht auf den Frontanbauraum durch die „Freisichtmotorhaube“ ist ein äußeres Kennzeichen dieser Baureihe.

Das stufenlose Getriebe (CVT)
Als erster Hersteller hat Steyr schließlich das stufenlose Getriebe (CVT) mit einem Fahrzeugrechner eingesetzt. Dieses trägt dazu bei, dass die Fahrzeugelektronik die Belastung erkennt und Motor und Getriebe entsprechend selbsttätig regelt - Voraussetzung für wirtschaftlichen Betrieb und ermüdungsfreies Fahren für den Lenker durch die Möglichkeit vieler Automatismen.

ecotech: Weniger Verbrauch, mehr Leistung
Steyr fokussiert mit den neuen CVT-Modellen vor allem die Wirtschaftlichkeit und die Umweltfreundlichkeit seiner Traktoren. Dank der Synergie von innovativen Technologien bringen die Motoren der neuen CVT-Serie mehr Leistung bei deutlich weniger Spritverbrauch und weniger Schadstoffemission.

 

<< zur Übersicht

>> Die ersten Schritte
>> Die ersten Steyr-Traktoren Modelle
>> Die Entwicklung der Produktpalette
>> Baureihen und Bestseller
>> Die Entwicklung des Unternehmens
>> Highlights und Bestseller
>> Steyr-Traktorenbau seit 1947
>> Traktorwerbung im Spiegel der Zeit

 
Das Agarsystem war die normierte Schnittstelle zwischen Traktor und allen Anbau- und Anhängegeräten.
 
Der Steyr Infomat
 
Bei vorderachsmontierten Fronthubwerken und den kurzen "Abstand B" ergibt sich eine optimale Anpassung des Arbeitsgerätes an Bodenunebenheiten.
 
Das revolutionäre Stufenlos-Getriebe CVT von Steyr wurde erstmals 1999 präsentiert und ging im Jahr 2000 mit Traktoren im Leistungsbereich 120 - 170 PS in Produktion.
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 
 
   
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